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Island: eine kleine Geschichte über Feentüren

Oft werde ich gefragt, wo denn wohl der Ursprung der Tradition von Elfen- und Feentüren liegt. Nun, es gibt bisher keine offizielle Version. Der fabelhafte Magnús, Leiter der Elfenschule in Reykjavik, Island, erzählte mir diese Geschichte:

In lange vergangenen Zeiten lebten Elfen und Feen mit Wichteln, Zwergen und Gnomen friedlich zusammen. Doch eines Jahres gab es für die Wichtel nicht genug zu essen; Wichtel, Gnome und Zwerge legten nämlich keine Vorräte an, wie es die klugen Elfen und Feen taten. So kam es, dass die Zwerge, Gnome und Wichtel Vieh und Vorräte stahlen! Mit solch ungehörigem Tun zogen sie sich den Zorn der Feen und Elfen zu, und diese rächten sich – sie versteinerten die Zwerge, wenn diese bei Anbruch der Dunkelheit nicht schnell genug in ihren Höhlen waren. Das Vorgehen der Elfen gefiel den Gnomen und Wichteln gar nicht, und sie überlegten, was sie dagegen tun könnten. Es kam zu einem Treffen des Wichtelkönigs mit der Elfenkaiserin. Dabei einigten sie sich darauf: Die Feen und Elfen stellten Türen dort auf, wo sie ihre Vorräte lagerten und ihr Vieh pflegten. Damit wussten die Zwerge und Gnome, wo sie nicht jagen, ernten oder schlichtweg stehlen durften – alles außer den markierten Revieren stand ihnen jedoch zur Jagd und Ernte frei. So kam es, dass Elfen und Wichtel wieder friedlich zusammen leben konnten – und so kam es zu der Tradition der Feentüren!

Und wenn Sie einmal nach Island fahren und dort versteinerte Felsen sehen, die Ähnlichkeit mit Gnomen, Wichteln oder Zwergen haben – denken Sie an diese Geschichte der Feentüren 🙂